Die Grundschuld

Wenn bei einer Geldanlage in Immobilien auf die Sicherheit durch Grundschulden als Verkaufsargument verwiesen wird, bedarf dieses Argument der Hinterfragung. Dabei müssen unbedingt folgende drei Aspekte geklärt werden:

  • Wie hoch ist der nachhaltige Wert der Immobilie am Markt?
  • Wie hoch soll die Immobilie beliehen werden?
  • An welcher Rangstelle im Grundbuch soll der Eintrag erfolgen?

Die potentiellen Katastrophen

Wenn Sie beispielsweise in ein zu vermietendes Haus investieren, dessen aktueller Preis 10 % oder 15 % überteuert ist und der Anlagebetrag unter Berücksichtigung von Nebenkosten 20 % des nachahltigen Wertes übersteigt, kann das sehr riskant werden.

Besonders gefährlich kann es für Ihr investiertes Geld werden, wenn die Grundschuld, die als Sicherheit dienen soll, nicht an der ersten Rangstelle im Grundbuch eingetragen wird. Denn im Falle der Verwertung der Immobilie werden dann zuerst alle Ihrem Eintrag vorangestellten Verbindlichkeiten abgelöst.
Altdeutsch heißt das auch: „Den Letzten beißen die Hunde.“